Literatur

BLOGBUSTER 2018

swanston

Seit einer Woche hat der Blogbuster 2018 begonnen. Seit der Auftaktveranstaltung auf der Frankfurter Buchmesse können Manuskripte eingereicht werden. Dieses Jahr bin ich als Teil der Blogger*innen-Jury dabei und bin schon sehr gespannt auf die ersten Manuskripte! Was der Blogbuster genau ist, wie und wo man teilnehmen kann und welche Texte mich interessieren, möchte ich hier nochmal zusammenfassen.

Blogbuster, worum geht es?

Kurz gesagt, es geht um Manuskripte, die noch keine Agentur und keinen Verlag gefunden haben. Und es geht darum, diese Manuskripte sichtbar zu machen, eine Plattform zu schaffen, auf der ein Austausch über solche Manuskripte und eine Zusammenarbeit zwischen Literaturblogger*innen, Literaturagenturen und Verlagen möglich ist.

Wie funktioniert der Preis?

Eingereicht werden können zunächst ein Exposé und eine Textprobe. Diese erreichen erst einmal das Blogbuster-Team und werden anschließend an ein/e der Literaturblogger*innen weitergeleitet. Mit der Einreichung können auch Wünsche angegeben werden, bei wem die Leseprobe landen soll. Einreichungen sind seit dem 13. Oktober und bis zum 31. Dezember möglich. 
Exposé und Textprobe können hier eingereicht werden.
Im März werden dann die Longlist-Manuskripte bekannt gegeben. 

Preis der Literaturblogger[*innen] ? Zur Jury.

„Unter den eingereichten Manuskripten wählen die Blogger[*innen] jeweils einen [/eine] Autor[*in] aus mit dem sie in den Pitch gehen“, heißt es auf der Blogbuster-Website.
In den Pitch gehen – Blogger*innen treten also sozusagen an die Stelle einer Literaturagentur, sie filtern die Manuskripte und entscheiden sich für einen Favorittitel, den sie an eine zweite Juryrunde weitergeben. Diese Jury wiederum entscheidet über die Shortlist und über den Gewinntitel. Sie besteht neben zwei Bloggern, Tilman Winterling von 54books und Tobias Nazemi, Initiator des Preises und Blogger auf Buchrevier aus fünf Juryteilnehmer*innen aus dem Literaturbetrieb: Denis Scheck, Literaturkritiker bei der ARD-Sendung druckfrisch, Isabel Bogdan, Übersetzerin und Autorin, Sarah Schindler, Cheflektorin bei Kein&Aber, Lars Birken-Bertsch, Business Development bei der Frankfurter Buchmesse und Elisabeth Ruge, Literaturagentin.

Autumn is the hush before winter.-2

Ich glaube nicht, dass es Autor*innen gibt, die Romanmanuskripte in Schubladen legen und sie dort vergessen. Falls doch, sind das nicht die Manuskripte, die ich gerne lesen möchte. Stattdessen wünsche ich mir Manuskripte, die einem Autor/ einer Autorin so präsent und wichtig sind, dass sie auf zehn USB-Sticks gleichzeitig abgespeichert werden, die aus der Notwendigkeit heraus, dass eine Geschichte erzählt werden muss, entstanden sind.
Was gute Literatur ist, darüber lässt sich streiten. Darüber, was ich gerne lese, geben denke ich Buchbesprechungen auf meinem Blog Aufschluss – teils bestimmt auch darüber, was ich nicht gerne lese. Dazu nur ein paar Worte: Ein Text darf kompliziert sein, er darf eine ungewöhnliche Form haben, er darf aber auch gerne ganz klar und nüchtern erzählen. Was ich aber sehr anstrengend finde, sind Texte, die bekannte Bilder gebrauchen, die mich über lange Strecken langweilen und die mit Klischees oder abgenutzten Rollenbildern arbeiten.
Abseits von Inhalten, von Genres und Plots steigt und fällt die Qualität eines Textes meiner Meinung nach mit der Sprache. 
Für die Blogbuster Website habe ich meine Position so ausgedrückt:

»Was mir gefällt, sind Texte, die auf feinfühlige und feinsinnige Art erzählen; die mir eine neue Sicht auf die Welt zeigen. Das ist etwas, was Literatur kann: Eine feinsinnige Bahn einschlagen und sowohl Großes als auch Kleines und Alltägliches beleuchten, ausleuchten und in einem ganz neuen Licht präsentieren. Vielleicht ist es deswegen das realistische Erzählen, das mich am meisten reizt, egal ob Romane oder Kurzprosa. Das funktioniert oft in einer einfachen, nüchternen Sprache. Manche Stoffe erfordern aber auch eine andere Annäherung, ein anderes Erzählen. Sprache ist in der Literatur ja etwas, das den Kern umkreiselt, sich der Mitte immer mehr nähert. Das gefällt mir am Lesen, diese Auseinandersetzung, diese Bewegung, die ich in so vielen Büchern heraus spüren kann, zur Mitte hin, zu diesem Punkt, der trifft.«

Ich freue mich auf Eure Texte!

"Autumn is the hush before winter."-3.png

Weiterlesen solltet Ihr jetzt auf jeden Fall noch auf den 14 anderen Literaturblogs, die am Blogbuster 2018 teilnehmen:

 


 

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